Stopp Leerstand

in den Schwyzer Ortszentren

Der Abwärtstrend in den Schwyzer Dorfkernen nimmt kein Ende. Immer mehr Geschäfte schliessen ihre Türen. Leerstehende Flächen, ein teilweiser Wertzerfall der Liegenschaften und negative Auswirkungen durch Nachtnutzung sind die Folgen. Uns Bürgerinnen und Bürgern bietet sich teilweise ein trostloses Bild.  Vieles mag an den veränderten Lebensweisen und Einkaufsgewohnheiten sowie an der gesteigerten Mobilität liegen. Strukturwandel gab es immer schon und ein Stück weit müssen wir damit leben. Trotzdem dürfen wir dem Lauf der Dinge nicht tatenlos zuschauen, sondern müssen mit einer gut gewählten Strategie dem Abwärtstrend entgegen wirken. Mit meiner Aktion «Stopp Leerstand» möchte ich zusammen mit Ihnen Strategien für unsere Ortszentren entwickeln und mithelfen, dass unsere Dörfer wieder zum Treffpunkt werden.

Sie treffen mich Im September in verschiedenen leerstehenden Geschäftsräumlichkeiten im Kanton Schwyz, in denen ich kurzerhand für einen Vormittag ein “Popup-Café” errichte. Kommen Sie auf einen Kaffee vorbei und diskutieren Sie mit mir die Lösungsansätze.

Sie finden mich an folgenden Daten in Popup-Cafés an folgenden Orten:

 

Samstag, 14. September 2019, Reichstrasse 5, Schwyz, 9 bis 12Uhr

Samstag, 21. September 2019, Hauptstrasse 28, Einsiedeln, 9 bis 12 Uhr

Samstag, 28. September 2019, Hauptplatz, Küssnacht am Rigi, 9 bis 12 Uhr

“Die Qual der Wahl” – Es ist wahrlich eine Qual, die vielen leerstehenden Verkaufsräume in unseren Dorfzentren zu sehen. Ein kurzer Spaziergang reicht, um sich einen Überblick über das Ausmass des Leerstands zu verschaffen:

 

Stopp Leerstand – was ist zu tun?

Zugegeben, Patentlösungen zur Belebung der Ortszentren im Kanton Schwyz gibt es so nicht. In erster Linie braucht es aus meiner Sicht die breite Erkenntnis, dass gehandelt werden muss. Gemeinde, Liegenschaftsbesitzer, Detaillisten, Wirte und Bevölkerung sind gemeinsam gefordert. Es braucht einen öffentlichen Dialog zum Thema und die gemeinsame Entwicklung von Strategien. Es könnten folgende Ansätze gewählt werden:

  • Ortszentren gestalterisch aufwerten und Begegnungsräume schaffen. Ausabreitung eines räumlichen Konzeptes für die Ortszentren. Was soll wo stattfinden? Begegnung, Einkaufen, Wohnen, Ruhe, Erholung etc.
  • Priorisierung des Langsamverkehrs zulasten des motorisierten Individualverkehrs. Stärkung des Öffentlichen Verkehrs.
  • Regelmässige Veranstaltungen in den Ortszentren fördern (Wochenmarkt, thematische Veranstaltungen, Anlässe, Ausstellungen)
  • Kommunikation zwischen Detailhandel und Liegenschaftsbesitzer konkret fördern.
  • Einen Ortsentwickler beauftragen, der sich um die Anliegen der Ortsentwicklung kümmert, Anlässe koordiniert und umsetzt und zwischen den verschiedenen Ansprechpartnern vermittelt.
  • Den Einkauf ins Zentrum bringen. Schaffung von vorteilhaften Rahmenbedingungen für den Detailhandel. Verhindern von weiteren Detailhandelsgeschäften an den Dorfrändern.
  • Stärkung der Solidarität unter den Läden und Gastronomen.
  • Geschichten rund ums Dorf inszenieren. Historische Monumente in Szene setzen. Pflege des Brauchtums und von Traditionen.
  • Alte Häuser aufwerten und so die attraktive Dorferscheinung fördern. Beratungen anbieten für Problemliegenschaften.
  • Massnahmen zur baulichen Verdichtung in den Ortszentren. Keine weiteren Einzonungen ausserhalb der Ortszentren.
  • Auch kurzzeitige Zwischennutzungen von leerstehenden Verkaufslokalen ermöglichen. Bürokratische Hindernisse vermeiden.